Markus Wieser gilt als Gründer der Kinder- und Jugendlichenrehabiltation in Österreich. Was 2009 als betroffener Vater seinen Anfang nahm, hat sich zu einer besonderen gesundheits- und versorgungspolitischen Erfolgsgeschichte entwickelt. Mittlerweile sind sechs Standorte für Kinder- und Jugendlichenrehabilitation flächendeckend in Österreich in Betrieb und sichern eine bestmögliche Betreuung. Markus Wiese beschäftigt sich auch weiterhin mit zentralen Fragen der Kinder- und Jugendgesundheit. Für dieses Engagement und seine besonderen Leistungen wurde Wieser die August von Reuss-Medaille 2025 verliehen.
Wiesers Tochter erkrankte im November 2008 an myeloischer Leukämie. Nachdem diese erfolgreich im St. Anna Kinderspital behandelt wurde und der Vielzahl an Gesprächen mit Ärzten, stellte Wieser fest, dass es in Österreich keine speziellen Reha-Einrichtungen für Kinder gab – weder kindgerecht noch zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen. Wieser gründete 2009 den Förderverein Kinder- und Jugendlichenrehabilitation (damals noch: Initiative Kinderreha). Es folgte mehr als sieben Jahre konsequenter Einsatz, Verhandlungen mit den politischen Entscheidungsträgern, öffentliche Bewusstseinsbildung und Mitwirkung in entsprechenden Arbeitsgruppen.
2016 wurde ein Meilenstein umgesetzt und der Beschluss für die ersten Standorte für Kinder- und Jugendreha-Zentren gefasst. Mittlerweile sind sechs Standorte in vier Versorgungszonen österreichweit in Betrieb. Wiesers Einsatz war damit aber nicht beendet, ganz im Gegenteil. 2023 wurde erreicht, dass die Eltern einen Rechtsanspruch auf Begleitung des Kindes bei der Reha bis zum 14. Lebensjahr haben und dafür bis zu vier Wochen auch eine finanzielle Unterstützung erhalten. Wieser beschäftigt sich auch mit weiteren Fragen zur Kinder- und Jugendgesundheit. Dazu gibt es seit fünf Jahren jährlich das Gipfelgespräch am Fuße der Rax im Parkhotel Hirschwang unter dem Credo „Kinder- und Jugendgesundheit 2030.“ Aktuell plant Wieser ein Kompetenzzentrum für Kinder- und Jugendgesundheit in Bad Vöslau, um die notwendige Versorgung im Süden Niederösterreichs auszubauen.
In der Laudatio von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Sperl, Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde und Rektor der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) wurden die herausragenden Leistungen Wiesers geehrt. „Er hat ein Herz für Kinder und eine echte Umsetzungskraft für die Kinder- und Jugendgesundheit“, so Sperl. Er würdigte Wieser nicht nur für die Gründung der Kinder- und Jugendrehabilitation in Österreich, sondern hob auch seine aktuellen und künftigen Ziele und Projekte für die Kinder und Jugendgesundheit hervor.
„Die Auszeichnung ist eine Ehre für mich und ich nehme sie demütig an. Sie ist eine besondere Würdigung aller Unterstützer und Mitarbeiter des Fördervereins sowie allen betroffenen Kindern und deren Familien“, so Markus Wieser.
Fotocredit: Martin Wiesner
